Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.02.2013
Aufs Äußerste verdichtet erscheinen Angela Schader die in diesem Band versammelten, teils neuen, teils wiederaufgelegten Erzählungen von Peter Schünemann. Die Lektüre scheint ihr mitunter wie ein Gang durch Gegenwind. Daher ihr Rat zu dosierter Lektüre. Dass der Leser sich auf die Texte Einlassen muss, weiß Schader auch, weil die an Lyrik erinnernde Gedanken- und Bilderdichte anderenfalls nicht zu erschließen ist. Schünemanns erzählerische Beschäftigung mit Dichterbiografien von Hölderlin über Kleist bis Trakl und seine Sensibilität für die Pein großer Schuld hat Schader tief beeindruckt.
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