Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.02.2013
Aufs Äußerste verdichtet erscheinen Angela Schader die in diesem Band versammelten, teils neuen, teils wiederaufgelegten Erzählungen von Peter Schünemann. Die Lektüre scheint ihr mitunter wie ein Gang durch Gegenwind. Daher ihr Rat zu dosierter Lektüre. Dass der Leser sich auf die Texte Einlassen muss, weiß Schader auch, weil die an Lyrik erinnernde Gedanken- und Bilderdichte anderenfalls nicht zu erschließen ist. Schünemanns erzählerische Beschäftigung mit Dichterbiografien von Hölderlin über Kleist bis Trakl und seine Sensibilität für die Pein großer Schuld hat Schader tief beeindruckt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…