Aus dem Tschechischen von Brigitte Jakobeit. Peter und seine Freunde lieben Abenteuer! Als das Kostümfest in der Schule angekündigt wird, beschließt Peter, als Robinson Crusoe zu gehen, der Held seiner Lieblingsgeschichte. Doch seine Freunde lachen ihn aus! Was soll er jetzt tun? In seiner Fantasie reist er wie Robinson Crusoe auf eine einsame Insel ... Und am Ende wieder zurück zu seinen Freunden, gestärkt, ermutigt und bereit, ihnen zu verzeihen. Eine Geschichte über die Kraft der Fantasie, die Macht des Geschichtenerzählens und über die Bedeutung von Freundschaft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.07.2019
Rezensent Hassan Almohtasib ist beeindruckt vom erzählerisch-künstlerischen Geschick von Peter Sis und geht vor allem auf Parallelen des Kinderbuches zur Biografie des Autors und Zeichners ein. Geboren in Tschechien studierte dieser zuerst in Prag und London und wanderte später in die USA aus. In seinem Kinderbuch erzählt er nun vom kleinen Peter, der sich, nachdem er von seinen Mitschülern für sein Robinson Crusoe-Kostüm ausgelacht wird, auf eine unbekannte Insel träumt und sich dort nach und nach einlebt. Die Darstellung dieses "Transfers im Traum" gelingt dem Autor dabei "visuell meisterlich", lobt der Rezensent und sucht den Vergleich zu "Alice im Wunderland" und Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2019
Rezensent Andreas Platthaus nennt das Bilderbuch von Peter Sis eine wahre Augenlust. Die autobiografisch inspirierte Geschichte eines Jungen, der kostümiert als Robinson die Erfahrung von Ausgrenzung und Aussöhnung macht, erzählt Sis laut Platthaus aus wechselnden Perspektiven, in düsteren, dann wieder bunten Farben. Die anfängliche Verwirrung und die Verwandlung des Jungen, der sich schließlich in die Robinson-Figur hineinträumt, wird so für den Rezensenten nachvollziehbar. Ein Buch voller Liebe fürs Zeichnen und für die Kindheit, findet Platthaus.
Peter Sís' Kinderbuch ist ebenso eine Hommage an das Buch "Wo die wilden Kerle wohnen" seines Mentors Maurice Sendak wie an Daniel Defoes "Robinson Crusoe", erzählt Rezensent Thomas David, der den Autor in New York getroffen hat. Offenbar hat Sis hier eine Kindheitserinnerung verarbeitet: Während seine Freunde als Piraten verkleidet Karneval feierten, wurde er in seinem Robinson-Kostüm ausgelacht, das seine ambitionierte Mutter ihm geschneidert hatte. Im Buch nun geht das gut aus, so David, denn der kleine Peter segelt im Traum über die Meere und wird als Robinson Crusoe "mutig und stark".
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