Peter Waldbauer

Lexikon der antisemitischen Klischees

Antijüdische Vorurteile und ihre historische Entstehung
Cover: Lexikon der antisemitischen Klischees
Mankau Verlag, Murnau a. St. 2007
ISBN 9783938396070
Kartoniert, 196 Seiten, 12,95 EUR

Klappentext

"Handeln wie ein Jud'." Wer von uns hat diesen Spruch nicht schon einmal gehört? Oder: "Der ... ist Jude, der würde noch seine Großmutter verkaufen." Häufig auch: "Das jüdische Kapital bestimmt, was in der internationalen Politik geschieht." Für kein anderes Volk als das der Juden haben sich derart spezifische Klischees und Vorurteile herausgebildet, überliefert und gleichzeitig so weit verbreitet. Mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit halten sie sich in den Köpfen der Menschen - quer durch alle Schichten. Wie kam es zu solchen Vorurteilen? Wann und woraus sind sie entstanden? - Das "Lexikon der antisemitischen Klischees" dokumentiert die häufigsten Vorurteile der jüdischen Geschichte und stellt sie richtig. Aufgezeigt werden auch die historischen Gründe und Umstände, die zu ihrer Entstehung geführt haben. Dabei kommt Peter Waldbauer zu dem Schluss: "Die Ursache dieser meist negativen Vorurteile ist fast immer antisemitischen Ursprungs - befördert durch primitiven Aberglauben, Angst und Unwissenheit."

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 30.06.2007

Rezensent Daniel Bax findet Peter Waldbauers "Lexikon der antisemitischen Klischees" recht "erfrischend". Er lobt den pragmatischen Ansatz des Buchs, seine Unbekümmertheit im Blick auf mögliche Tabus oder Peinlichkeiten sowie seine Überzeugung, es gebe keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Die Zahl an antijüdischen Vorurteilen und Klischees, die Waldbauer hier in Form von Fragen wie "Sind alle Juden reich?", "Weshalb gab es so viele jüdische Juweliere?" oder "Sind die Juden ein Tätervolk?" wiedergibt, scheint ihm doch sehr beträchtlich. Deutlich wird für ihn, "wie sehr Jüdischsein bis heute durch die Konfrontation mit solchen Vorurteilen geprägt war und ist". Er hebt hervor, dass das Hauptgewicht des Buchs - dem beruflichen Hintergrund des Autors entsprechend - auf der Ökonomie liegt und sich zum Beispiel ein ganzes Kapitel mit dem Thema "Juden und Börse" befasst. Aber auch sonst findet er in dem Werk viele Zahlen, Fakten und Erklärungen, die antisemitische Klischees widerlegen, und die ihm nicht nur für junge Leser geeignet, sondern auch für "vorgebildete Leser" von Interesse scheinen.
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