Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.11.2001
Weder eine Assimilation noch eine Entfremdung auf Gegenseitigkeit führen zu einer geglückten Integration von Ein- und Zuwanderern, lautet das Fazit des Autorenduos, des Journalisten Patrik-Paul Volf und des Wiener Politologen Rainer Bauböck, die sich intensiv mit den Strukturen und Folgen geglückter und missglückter Integration auseinandergesetzt haben, schreibt Roland Schönbauer. Der Alpenrepublik Österreich, auf die die Autoren den besonders datenreichen Fokus legen, stellen sie kein gutes Zeugnis aus. Gerade hier würden Ausländer mit einer ganzen Reihe von Gesetzen offensichtlich diskriminiert. Der Rezensent empfiehlt das Buch als multifunktionale Lektüre: als praktisches Buch, das viele Empfehlungen enthält, ohne allein Ratgeber zu sein; als politisches Buch, denn es analysiere ideologiefrei die Strukturen der Diskriminierung; und schließlich als "sympathisches" Buch, das ohne Schönfärberei viele positive Integrationsbeispiele enthalte und dem Schönbauer viele Leser wünscht, auch wenn der Verlag leider mit einer schwer lesbaren Sansserif-Schrift das Lesevergnügen geschmälert habe, klagt der Rezensent.
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