Die Ausländerpolitik gehört zu den umstrittensten Feldern der deutschen Innenpolitik. Das Buch beleuchtet die Frage der legalen und illegalen Zuwanderung und ihrer Steuerungsmechanismen. Der Autor schildert aus der Perspektive der handelnden staatlichen Akteure und aus eigenem Erleben den Druck, dem staatliche Institutionen beim Vollzug des Ausländerrechts ausgesetzt sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2002
Mit sichtlicher Genugtuung hat Arnulf Baring Stefan Lufts Buch über die deutsche Ausländerpolitik gelesen: Hier schreibe kein multikulturell gesinnter Schönredner, kein illusionärer Schwärmer, sondern einer, der vier Jahre lang als Referent des Bremer Innensenators gearbeitet habe und nun seine negativen Erfahrungen "ungeschminkt" und "realitätsnah" offenlegen möchte. Eine solche Zusammenfassung des "grauen Alltags deutscher Asylpolitik", des vielfältigen Missbrauchs und der Desintegrationsdynamik hat lange gefehlt, meint Baring. Die einschlägige Literatur sei doch bisher allein von ideologischen Kampfschriften oder interessegeleiteten Traktaten gekennzeichnet gewesen, wie auch die öffentliche Debatte durch wirklichkeitsferne Abstraktion, Moralismus oder aggressive Lobbyarbeit. Dagegen, lobt der Rezensent, kommt bei Luft die Wirklichkeit zur Sprache: Verschleierung der eigenen Identität durch Asylbewerber, Scheinehen, Kirchenasyl, die ethnischen Kolonien in den Großstädten. Lufts Aufforderungen, sich von Illusionen zu verabschieden, meint Baring schließlich, seien allen Landsleuten dringend ans Herz zu legen.
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