Das Buch erzählt die Geschichte des DEFA-Studios für Trickfilme in Dresden. Zwischen 1954 und 1990 entstanden dort rund 750 Kinofilme und unzählige Auftragsfilme fürs DDR-Fernsehen und andere Auftraggeber. Dabei wurden alle Genres der Filmanimation gepflegt: Zeichen- und Puppentrickfilme, Silhouetten- und Flachfigurenfilme - und das sowohl für Kinder wie für Erwachsene, vom Einminüter über Serien bis zu abendfüllenden Klassikern wie "Die fliegende Windmühle". Die Autoren erinnern an die DEFA-Gründerjahre, untersuchen staatliche Einflüsse, internationale Beziehungen, Zensur und Selbstzensur, Aufbrüche und Umbrüche und das Ende des Studios 1990. In gesonderten Kapiteln wird die Frühgeschichte des deutschen Animationsfilms sowie der Dresdner Filmstudios vor 1954 beleuchtet. Zudem enthält der Band ein komplettes Verzeichnis aller 750 Kino-Animationsfilme der DEFA einschließlich Stabangaben und Kurzinhalten. Rund 100 Bio-Filmografien, in denen auch Auftragsfilme sowie Auszeichnungen und Literaturangaben erfasst sind, komplettieren das Buch, das sich ebenso als informativer, opulenter Lese- und Bildband wie als Nachschlagewerk versteht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.08.2003
Trotz kleinerer Kritikpunkte ist Daniel Kothenschulte der Ansicht, dass es sich bei diesem Band um eine wichtige und längst überfällige "Grundlagenarbeit" handelt. Zwar gebe es am Buch das gleiche zu bemängeln wie an seinem Gegenstand, dem DEFA Trickfilm, nämlich dass aus viel Fleiß Imposantes erwachsen sei, das jedoch stellenweise "ein wenig klein-krämerisch" daher komme. So werde zum Beispiel auf Lauflängen von Filmen eingegangen, "ästhetische Würdigungen einzelner Filme" kommen jedoch viel zu kurz. Dennoch sei dies ein Buch, das einzigartig in Europa sei, ein "Standardwerk zum ostdeutschen Animationsfilm", an dem viele verschiedene Autoren beteiligt seien, die sich auch kritisch mit der Haltung zur Politik beschäftigen, das großformatig aber für ein Standardwerk dennoch erschwinglich sei.
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