Sie wurden nicht als Stars gefeiert, auch nicht mit einer Rolle nach der anderen besetzt - aber der Erfolg der DEFA-Filme vom "Kleinen Muck" über den "Tapferen Schulschwänzer" bis zur "Dicken Tilla" hing maßgeblich von den Leistungen der Kinderdarsteller ab. Der Filmjournalist Knut Elstermann hat vierzehn einstige Filmkinder befragt: wie sie zum Film kamen, wie die Arbeit mit den Regisseuren aussah, vor allem aber, wie ihr Leben nach dem Film verlief. Bilder von den Dreharbeiten erlauben einen Blick hinter die Kulissen, und zahlreiche Filmfotos erinnern an Filme, die Millionen Zuschauer bewegten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2011
Rezensent Hans-Jörg Rother ist glücklich über dieses Stück Defa-Filmgeschichte, frischt es doch seine Erinnerungen an einige besonders schöne Kinderfilme längst vergangener Tage auf. Knut Elstermann verstehe es dabei prächtig, Anschaulichkeit und Genauigkeit miteinander zu verbinden, schreibt der Rezensent und hält dies für kein geringes Verdienst. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen die Hauptdarsteller der Filme, erfahren wir. Elstermann habe sie interviewt und sich ihren späteren Werdegang erzählen lassen. Aber auch bezüglich der Produktionsbedingungen der Defa-Filme hat der Rezensent Interessantes erfahren. In wochenlangen Castings seien die Kinderdarsteller ermittelt worden - ein auch finanzieller Aufwand, den die Defa nur habe betreiben können, weil es sich um einen staatlichen Betrieb gehandelt habe, so Rother. Dem deutsche Kinderfilm der Gegenwart seien hier weitaus engere Grenzen gesetzt, wodurch sich seine geringe Qualität teilweise erklären lasse. Schließlich schätzt der Rezensent, dass Elstermann quasi nebenbei die "Geschichte eines verlorenen Landes" miterzählt.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…