Kreuzberg. Kneipe. Biere. Bierdeckel. Marcus Weimer zeichnet einen Hasen. Robert Seethaler zeichnet ein Kamel und Marcus Weimer. Das ist lustig. Der Abend geht vorbei. Man schreibt E-Mails. Dann die Idee: ein Buch muss her.Trotteln ist eine Auseinandersetzung mit einer Welt, von der nur das Seltsame Beachtung findet. Es zu lesen, bringt einen nicht weiter. Es nicht zu lesen, aber schon gar nicht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2025
Robert Seethaler und Marcus Weimer, der einen Hälfte des Comic-Duos Rattelschneck, treffen sich mit ihrem Email-Wechsel- und Cartoon-Hybridbuch "auf dem Spielfeld des Witzes", hält Kritikerin Kathleen Hildebrand fest. Die titelgebenden "Trotteln" seien dabei nicht als Beleidigung der Leser zu verstehen, betont sie, sondern zeigen, in welch humorvolle Richtung das Buch gehe: Wortspielhaft stellen sich beispielsweise zwei Quasten als Tarzan und Jane vor, letztere erwische ersteren "mit Liane" im Bett, freut sich Hildebrand über die kurzweiligen Scherze. Sie haben ihr zufolge kein größeres Ziel als zu amüsieren, was allerdings ganz hervorragend gelinge. Ein "trostreiches Coffeetablebook" hält Hildebrand hier in Händen.
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