Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2001
Erfreut begrüßt Michael Pawlik diese "Einführung in die Philosophie", die der Marburger Philosophie-Professor Brandt vorgelegt hat. Dessen Bescheidenheit tut gut, konstatiert Pawlik. Bescheidene Menschen sind oft kluge und eigenwillige Köpfe, hat Pawlik bei der Lektüre erfahren. Mal so eben würde Brandt den philosophischen Reduktionismus und die sprachanalytische Theorie ohne Wortgeblähe widerlegen, wobei Brandt Philosophie nie "als Weisheitslehre" betreiben würde, bei der es darauf ankäme, endgültige Antworten auf offene Fragen zu geben. Brandt geht es vielmehr darum, fasst Pawlik zusammen, den "Bereich sinnvoller Fragen" auszuloten. Der letzte Abschnitt des Buches befasst sich darum auch mit dem Thema "Sinn des Lebens". Was ein sinnvolles Leben ist, weiß Brandt nicht - oder verrät es nicht - , meint der Rezensent, wohl aber was sinnvolle Erkundungen seien. Für ihn: ein "kritischer Philosoph" im besten Sinne des Wortes.
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