8125 Meter ist er hoch, der magische Nanga Parbat. Seine mächtige Rupalwand fällt mehr als vier Kilometer in die Tiefe - Reinhold Messner hat sie als erster durchstiegen. Und noch heute ruft sie die Erinnerungen an das Jahr 1970 wach, in dem er dort den Tod seines Bruders mit ansehen mußte.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 21.03.2002
Große Worte findet Tobias Gohlis für Reinhold Messner, für den Mythos ("ein Held von archaischem Format") und den Menschen ("in seiner renaissancehaften Selbstbehauptung"), ohne jedoch gänzlich die Distanz zu verlieren. Messner hat in "Der nackte Berg" nach 31 Jahren seine wohl erstaunlichste Grenzleistung, die Besteigung des Nanga Parbat im Jahr 1970, ohne Wärmeschutz, Seil und künstlichen Sauerstoff niedergeschrieben. Herausgekommen ist laut Gohlis ein "großartiges" Buch, mit Abstand Messners bestes. Der Extrem-Sportler schreibe über den Aufstieg, den Tod seines Bruders und seinen eigenen zeitweiligen Wahnsinn, diesen Weg, wie Gohlis ihn nennt, vom "Gipfelsieg in den Tod und zurück", mit der "Kunst eines weise gewordenen Mannes: kein Gejammer, kein Selbstmitleid, keine Rechthaberei".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2002
Messner kann hinreißend schreiben, stellt Kortmann fest, sofern er so unerbittlich schreibt wie er klettert und ganz dicht an seinen Erfahrungen bleibt. Es ist nicht Messners erstes Buch, und erneut kehrt er in "Der nackte Berg" in das Jahr 1970 zurück, als er mit seinem Bruder Günther den 8000-er Gipfel Nanga Parbat bestieg, der so steil ist, dass nicht mal Schnee an ihm hängen bleibt, wie Kortmann weiß. Beim Abstieg kam Günther Messner durch eine Eislawine ums Leben, Bruder Reinhold gelang der Abstieg mit erfrorenen Zehen. Diese Begegnung Messners mit dem Tod verwandelte den Nanga in Messners weißen Wal, so Kortmann, "den er fortan jagt, weil er ihm sein Liebstes genommen hat". 1978 bestieg Messner den Nanga Parbat noch einmal - diesmal allein, berichtet der hingerissene Rezensent, für den das neueste Buch Messners Erfahrungsbericht "Alleingang Nanga Parbat" von 1979 in nichts nachsteht.
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