Was tust du, wenn du erfährst, dass dein Geliebter einen Mord auf dem Gewissen hat? Hältst du dicht? Gehst du zur Polizei? Und was, wenn er rauskriegt, dass du ihn verpfiffen hast?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2001
Eine gelungenes Beispiel für "gut gemachte Unterhaltungsliteratur" nennt Sacha Verna diesen Krimi, bei dem es aber - genre-unüblich - "nicht um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um dessen Verlauf und die Folgen" gehe. Deshalb ist sich die Rezensentin auch gar nicht sicher, ob man den Roman über eine Teenagerliebe, die zum Horrortrip wird, wirklich als Krimi bezeichnen kann. Aber Etikettierungen beiseite funktioniert diese psychologisch gut konstruierte Roman und kann die Spannung halten. Das führt Verna vor allem darauf zurück, dass der Autor René Appel sich auf das Wesentliche beschränkt und die Geschichte nicht mit Charakteren überfrachtet. Fazit der Rezensentin: "Eine sauber erzählte Geschichte, ohne metaphysischen Tiefsinn, ohne poetischen Höhenflüge".
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