Dieses Buch beleuchtet zahlreiche Aspekte des innovativen künstlerischen Schaffens von Rene Polesch und versammelt neue Stücke, eine umfangreiche Einführung in die Arbeitsweise des Künstlers, Essays, Interviews, biographische Angaben und ein Werkverzeichnis.
Ekkehard Knörer möchte wissen, ob das geht, Pollesch im Buch. Und wie das geht! Den großen "Kinoeinbringer" Pollesch kann Knörer naturgemäß nicht ganz so gut "nachlesen" wie den großen Theorieeinbringer, doch das ist nicht schlimm. Dem Band liegt ja eine DVD bei, und der charakteristische Pollesch-Sound geht dem Rezensenten beim Lesen rein wie "Songtextmusik". Der Genuss an den Kollisionen von Hoch- und Gossensprache bleibt Knörer also erhalten. Niveauvolles Amüsement, wie er uns versichert. Doch nicht nur. Bei diesem Autor kommt immer auch ins Spiel, und da hat der Leser selbst seinen Auftritt, meint Knörer: Das Tragische. Des Wissens um die eigene Rolle in der "Kulturbetriebsscheiße" nämlich.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…