rasende Gedanken luzide auf der Wäscheleine schwanken
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2016
Lorenz Jäger bewundert, wie sich Ria Endres, die einst durch eine feministische Wutattcke gegen Thomas Bernhard in Form einer Dissertation berühmt wurde, in stillen Gedichten in Kunst einschreibt. Er zeigt es am Beispiel eines Gedichts über ein Matisse-Bild, das ein Zimmer in Nzza zeigt, in das sie sich hinein versetzt und das sie dann mit ganz persönlichen Erinnerungen und Assoziationen verknüpft. Auf das Rätsel der eigenen Geschichte, so Jäger, klopfe Endres in ihrer traditionsbewussten Lyrik die Literatur und die Kunst ab.
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