Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.01.2009
Marin Zingg hat sich den Blick schärfen lassen von den "schön" edierten Gedichten Richard Doves. Dem Schauplatz Vietnam kann der Autor laut Zingg Bekanntes ab- und Neues hinzugewinnen, indem er Topoi, wie die koloniale Vergangenheit oder den Vietnamkrieg, mit abendländischem Bildungsgut verbindet. Auf Texte von Benn, Heine, Verlaine und anderen großen europäischen Dichtern weiß sich der Rezensent nachdrücklich (inklusive entsprechender Anmerkungen) verwiesen. Zingg ahnt die Funktion dieser "Rückversicherung", die sich für ihn mitunter auch in einem strengen Rhythmus manifestiert, als eine Art Schützenhilfe beim Umgang mit dem Unvertrauten.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…