Richard Munz, Notfallchirurg und Einsatzleiter des Roten Kreuzes bei internationalen Katastrophen, räumt mit den Mythen auf und beschreibt engagiert und aus persönlicher Sicht die Realität der Katastrophen und Katastropheneinsätze. Er kritisiert die überzeichnete und einseitige Berichterstattung der Medien ebenso wie Hilfsorganisationen, die aus der Medienaufmerksamkeit und der dadurch zumeist ausgelösten Spendenflut ihren Vorteil ziehen. Ein starkes und engagiertes Buch, das aufklärt und für eine bewusstere, überlegtere und gezieltere Hilfe für Katastrophenopfer eintritt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2007
Gangolf Seitz begrüßt dieses Buch über Katastrophenhilfe von Richard Munz, der als Notarzt des Roten Kreuzes in den letzten zwölf Jahren mehr als 25 weltweite Hilfseinsätze betreut hat. Dem Anliegen des Autors, die Berichterstattung über Katastrophenhilfe solle "weniger spektakulär, oberflächlich und irreführend" ausfallen, und seinem Plädoyer für mehr Ausgewogenheit kann er nur zustimmen. Die kritische Auseinandersetzung mit einer dramatisierten Berichterstattung, die Menschen zum Spenden animieren soll, scheint ihm rundum überzeugend. Er würdigt Munz' lebendige Schilderungen aus Katastrophengebieten, die für ihn den Ablauf von Hilfseinsätzen erst wirklich verständlich machen. Dabei wird für Seitz auch deutlich, dass keine "Rettungsrambos" gebraucht werden, sondern Helfer, die sich humanitären Grundsätzen verpflichten und zusammen mit den Einheimischen das Nötige tun. Abschließend hebt er hervor, dass Munz an "vergessene Katastrophen" erinnert, über die niemand mehr berichtet und für deren Opfer kaum mehr gespendet werde.
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