Unter dem Eindruck des Leidens verwundeter Soldaten auf dem Schlachtfeld von Solferino wurde 1863 in Genf eine zivile Hilfsorganisation gegründet mit dem Ziel, Verwundeten künftig besser zu helfen. Ihr Kennzeichen: das rote Kreuz auf weißem Grund. Noch im selben Jahr bildete sich in Deutschland eine erste freiwillige Hilfsgesellschaft unter diesem Zeichen. In seinem Buch, das auf die reichen Zeugnisse in den Archiven des Internationalen und des Deutschen Roten Kreuzes zurückgreifen kann, schildert Stefan Schomann die Geschichte des deutschen Zweigs der Organisation und ihrer engagierten Mitarbeiter durch die Zeiten der Weltkriege und der deutschen Teilung hindurch bis in die Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2014
Hans-Dieter Wichter scheint nicht zufrieden mit dieser Darstellung über das Rote Kreuz von Stefan Schomann. Nach seinem Dafürhalten hätte der Autor die Konflikte der Bewegung zwischen humanitärer Idee und Realisierung besser herausarbeiten können. Vor allem die Rolle des DRK als Hilfsdienst im Sinn staatlicher Politik, also nationalen Interessen einerseits, und seiner humanitären Pflicht andererseits zeigt der Autor für Wichter zu episodenhaft, verwirrend und zu unsystematisch. Klare, große Linien hätten dem Buch seiner Meinung nach gutgetan.
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