Mit 36 Abbildungen und 9 Karten. Mit einem Vorwort von Fridtjof Nansen. Textauswahl und Redaktion Gernot Giertz. Wohl kein Ereignis der Entdeckungsgeschichte der Erde kommt an Dramatik und menschlicher Tragik dem Kapitel nahe, mit dem die Erforschung der Antarktis ihren Höhepunkt fand: dem beispiellosen Wettlauf zwischen dem Norweger Roald Amundsen und dem Engländer Robert F. Scott. Eigentlich hatte Amundsen eine Forschungsreise ins nördliche Eismeer unternehmen wollen, die in der Eroberung des Nordpols gipfeln sollte. Doch als ihm der Amerikaner Robert E. Peary 1909 zuvorkam, gab er das Vorhaben auf. Ein neues Ziel war schnell gefunden: der Südpol, dessen Entdeckung Scott seit Jahren vorbereitete. Im Januar 1911 erreichen beide Abenteurer die Antarktis, fast ein Jahr später ist der Triumph des einen und die Niederlage des anderen besiegelt: Amundsen war schneller und hatte seinen englischen Konkurrenten um rund einen Monat geschlagen. Und während der Norweger schon auf dem Weg in die Heimat ist, beginnt für Scott und seine Gefährten ein erbitterter und aussichtsloser Kampf gegen Hunger und Kälte. Erst im Februar 1913 erfährt die Welt vom tragischen Schicksal der Engländer. Zu diesem Zeitpunkt liegt Amundsens Expeditionsbericht schon in mehreren Sprachen vor und hat seinen Verfasser zu einem der berühmtesten Abenteurer seiner Zeit gemacht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 23.07.2011
Roald Amundsens Expeditionsbericht vom Südpol liest sich für Rezensentin Sylvia Staude durchaus "frohgemut" - trotz der vielen Entbehrungen, die Mannschaft auf sich nehmen musste. Anders als die britische Expedition, die im März 1912 mit dem Tod der Beteiligten am Südpol endete, verlief die norwegische unter Amundsens Leitung erfolgreich: man erreichte den Südpol im Dezember 1911 und konnte ihn auch lebend wieder verlassen. Die Herausforderung der Expedition schildere Amundsen sachlich-nüchtern, man erfahre etwa, dass einige der Schlittenhunde gebraten wurden, um das Überleben der Mannschaft zu sichern. Staude empfiehlt die parallele Lektüre der im selben Verlag erschienenen Tagebuchaufzeichnungen Robert Scotts, dessen Expedition tragisch scheiterte: die beiden Bücher stellen für sie den britisch-norwegische Wettlauf um den Südpol in einer "herzzerreißende Kombination" dar.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…