Von Tschetschenien bis Afghanistan, von Kasachstan bis Tadschikistan: die Länder im Herzen Asiens sind aus dem Gleichgewicht geraten. Dabei ziehen sie viel mehr in den Abgrund als sich selbst - ein ganzer Kontinent, selbst wir im Westen werden die Folgen spüren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2009
Rezensent Wilfried von Bredow hat zwei Bücher über die brenzlige Lage in Zentralasien gelesen, die er beide sehr empfehlen kann. Das Buch "Pulverfass am Hindukusch" des britischen Historikers Rob Johnson hat ihm einen guten Überblick über die Lage in Afghanistan und seinen Nachbarländern gegeben, die Bredow von instabilen Regimes, einem zersplitterten, aber expandierenden Islam und eher vormordernen Politikvorstellungen geprägt sieht. Verschärfend komme auch die ungleichen Ressourcenvorkommen hinzu, so dass in den zentralasiatischen Ländern viel Öl, aber kaum Trinkwasser gibt. Konzentriert und spannend beschreibe Johnson, lobt der Rezensent, wie hier odnungspolitische Interessen des Westens auf alte Herrschaftseliten, neue Dschihadisten und transnationale Drogenkartelle treffen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.11.2008
Rezensent Michael von Ledebur findet, dass sich der Verlag mit dem etwas reißerischen Klappentext keinen Gefallen tut. Denn inhaltlich sei das, was Autor Rob Johnson hier zur Situation in Zentralasien zusammen getragen hat, durchaus komplex und differenziert. Johnson "entkräftet" mit seiner Analyse nach Meinung des Rezensenten "vereinfachende Behauptungen" und erläutert schlüssig, was es mit dem Islamismus, der sich keinesfalls als "einheitliche Bewegung von Afghanistan bis Tschetschenien" darstellt, und dem Kampf um Rohstoffe in der Region auf sich hat.
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