Robert B. Brandom

Im Geiste des Vertrauens

Eine Lektüre der 'Phänomenologie des Geistes'
Cover: Im Geiste des Vertrauens
Suhrkamp Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783518587690
Gebunden, 1196 Seiten, 62,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von S. Koth und A. Shoichet. Vierzig Jahre lang hat der Philosoph Robert Brandom an seiner lang erwarteten und bahnbrechenden Neuinterpretation von Hegels Phänomenologie des Geistes gearbeitet. Indem er analytische, kontinentale und historische Traditionen verbindet, zeigt er, welche Herausforderung Hegels philosophisches Denken selbst heute noch darstellt. Im Geiste des Vertrauens handelt von der massiven historischen Veränderung im Leben der Menschheit, welche die Moderne darstellt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.01.2022

Rezensent Thomas Meyer scheint die Lektüre von Robert Brandoms 1200-seitiger Schrift als Denkübung genossen zu haben und tänzelt auch in seiner Besprechung weiter auf den Hochseilen philosophischer Abstraktion. Folgen kann man dem Rezensenten dabei nur schwer. Es geht um Hegels "Phänomenologie des Geistes", um das Verhältnis von Sprechen und Handeln und die ethische Pflicht zur "praktischen Großherzigkeit". Meyer versichert, dass niemand das Hegelsche Gelände von Geist und Sprache so genau vermessen habe wie Brandom, der dabei doch "erbaulich" bleibe. Die Übersetzung durch Sebastian Koth und Aaron Shoichet kann er nur bewundern. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 19.09.2021

Rezensent Jürgen Kaube gibt zu, mit Robert B. Brandoms Buch so seine Schwierigkeiten zu haben. Allerdings hat der Autor auch 40 Jahre daran geschrieben, und das Buch ist ein wahrer Ziegel geworden. Und nicht zuletzt ist das Ansinnen des Autors, Hegels "Phänomenologie des Geistes" auf einen Punkt zu bringen, keine Kleinigkeit. Kaube verfolgt Brandoms Versuch, Hegel sprachphilosophisch zu fassen und stellt fest, dass es sich um ein Buch für Studenten handeln könnte, die sich scheuen, Hegel zu lesen. Hegels Angriffe auf die Unterscheidung zwischen Erkenntnis und normativem Handeln etwa finden sie bei Brandom betrachtet durch die Brille Wittgensteins, erklärt der Rezensent. Ein schwieriges, gedankenvolles Buch, findet er.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2021

Rezensent Dietmar Dath liest das Buch des Hegelianers Robert B. Brandom mit Interesse. Zu lernen ist laut Dath einerseits Wissenswertes über Hegels "Phänomenologie" in der Auslegung des Autors. Andererseits bietet das Buch Brandoms Vision einer gesellschaftlichen Vernunft als "Verpflichung auf Wahrheit", in Daths Worten zwar eine "Sozialmystik", aber anregend insofern, als sie dem Leser sowohl Hegels Begriffe der "Niedertracht" und der "Vernunft" neu zu erschließen helfen. Und es klärt, so Dath, auch Brandoms eigene Begrifflichkeit. Ein "schönes" Buch, befindet der Rezensent.

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