Auswahl, Übersetzung und Nachwort von Lars Vollert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.01.2003
Jürgen Brocan preist diese zweisprachige Ausgabe, die vor allem Gedichte aus der frühen und mittleren Werkphase des amerikanischen Lyrikers bietet, als "höchst willkommene Wiederentdeckung". Dafür, dass kaum Gedichte aus den letzten drei Gedichtsammlungen von Robert Frost enthalten sind, sieht der Rezensent überzeugende Gründe sprechen. Dem Übersetzer Lars Vollert bescheinigt Brocan begeistert "Stilgefühl": Vollert finde stets den "idealen Mittelweg" zwischen Nähe und Ferne zum Original. Sollten die Verse doch hin und wieder etwas "altbackener" klingen als ihre amerikanischen Vorlagen, so will Brocan das keinesfalls dem Übersetzer, sondern vielmehr dem deutschen Sprachrhythmus angelastet wissen. Zudem findet er es lobenswert, dass sich der Verlag den "Luxus" erlaubt hat, bei fünf Gedichten jeweils eine gereimte und eine ungereimte Übersetzung zu drucken. Damit, so Brocan erfreut, kann der Leser selbst entscheiden, welche Fassung er gelungener findet.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 12.12.2002
Robert Frost sei beileibe kein "Avantgardist", befindet der Rezensent Thomas Kling, er stütze sich vielmehr "auf Gesichertes - in oft ungesichertem Gelände". Frost, berichtet Kling, war Farmer, und so herrsche in seiner Lyrik "Krieg", "in direktester Konfrontation mit der Natur". Dabei, betont der Rezensent, geraten seine Landschaftsumschreibungen nie zur "Schollenpropaganda". Es handele sich eher um eine Lyrik des "Über-Tönens", in denen die menschliche Sprache von dem Getöse der Natur entstellt und entmenschlicht werde. Bemerkenswert knapp findet Kling Frosts Sprache, "bestechende, bestechend wortgenaue Dichtung", in der man unweigerlich an den Satz "Ein Mann, ein Wort" denken müsse. Besonders stark sei Frost, wenn er "maskuline Alltagswelt zu seiner Sache macht". Dem Übersetzer allerdings wirft Kling etwas ungnädig "Unschärfen und Qualligkeiten in der Beherrschung der deutschen Sprache" vor - und scheint sich daher besonders zu freuen, dass diese Ausgabe auch die "Originaltexte" enthält.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…