Preis nach Anfrage. Nach dem Text der Schwester Elsbeth Stagel.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2000
Äußerst angetan zeigt sich Bettina Spoerri von diesem Band, der die Geschichte der ungarischen Prinzessin Elisabeth (14. Jahrhundert) in drei verschiedenen Versionen schildert. Zum einen stellt der Autor die "mittelhochdeutsche Legende aus dem Jahr 1905 von Ferdinand Vetter" vor, dazu seine neuhochdeutsche Übersetzung, und drittens eine eigene Version, die Elisabeths Geschichte in erzählerischer Form wiedergibt. Gerade diese Kombination gefällt der Rezensentin sehr, weil auf diese Weise eine Annäherung aus verschiedenen Perspektiven möglich ist. Zwar räumt sie ein, dass der erzählende Teil sich zwangsläufig auch auf Spekulationen stützt, allerdings findet sie, dass die Schilderungen Oehningers "nicht grundsätzlich unwahrscheinlich" sind. Spoerri zeigt sich durchaus fasziniert von der Lebensgeschichte Elisabeths, die in jungen Jahren ins Kloster ging, dort auch einige emotionale Krisen überstehen musste und schließlich durch zahlreiche Wunderheilungen zur Legende wurde. Nicht zuletzt lobt sie an dem Buch die "zugängliche und verständliche" Präsentation des Stoffs.
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