Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2000
Bettina Spoerri kann sich für dieses Buch mit dem etwas irreführenden Titel nicht begeistern. In seinem Anspruch, als Schweizer (also mit dem Blick des Außenstehenden) den "Umgang der Deutschen mit ihrer jüngeren Vergangenheit" zu kommentieren, hat sich der Autor zu viel vorgenommen, wie die Rezensentin feststellt (Ehrensperger bezieht sich nicht nur auf die Nazi-Zeit, sondern auch auf die Stasi, den Mauerfall, das neue Berlin etc.). Auch stilistisch hat sie an dem Bändchen einiges auszusetzen. So stört sie sich an den zahlreichen "schwer nachvollziehbaren inhaltlichen Sprüngen" ebenso wie an den "allzu abstrakt gehaltenen Figuren", die das Buch ihrer Ansicht nach langweilig machen. Auch die Metaphern und Wortspiele scheinen ihr recht konstruiert und "forciert". Richtiggehend ärgerlich zeigt sie sich schließlich über Ehrenspergers "chauvinistische" und "geschmacklose" Äußerungen und Vergleiche, etwa da, wo er Bauten mit `nackten schwarzen Weibern` vergleicht.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…