Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.10.2002
Beatrice Eichmann-Leutenegger hat mit "Roza und die Wölfe" ein durchaus bedachtes und vielschichtiges Portrait gelesen, doch gibt es für sie auch einiges daran auszusetzen. So findet die Rezensentin die Anordnung des Stoffmaterials zu unübersichtlich. Die auf mehreren Ebenen verknüpften objektiven Betrachtungen und subjektiven Eindrücke der Lebenssituationen Rosa Luxemburgs geben ein kompositorisches Verfahren ab, das die "Transparenz des Textverlaufs nicht unbedingt fördert", so die Rezensentin. Auch erinnert sie der Gestus der "explizit persönlichen Annäherung" an die Attitüden einer ihrer Ansicht nach längst überholten "neuen Innerlichkeit". Die biografischen Recherchen Ingeborg Kaisers bestechen aber vor allem durch ihre "atmosphärische Dichte" sowie durch eine "diskrete Wahrnehmung", die frei ist von vorschnellem Verständnis und durch besondere Fragehaltung neue Sichtweisen fördert, so Eichmann-Leutenegger. Somit sei die Arbeit ein "tragfähiges Fundament für weitere Auseinandersetzungen" mit "Feuerfrau" Rosa Luxemburg.
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