Aus dem Amerikanischen von Andreas Stumpf und Gabriele Weck. Als der Abt Gregor Johann Mendel 1865 seine Forschungsergebnisse veröffentlicht, interessiert sich niemand für seine Studien an Erbsen und Bohnen, geschweige denn für die von ihm aufgestellten Gesetze der Vererbung. Im Jahre 1900 finden sich drei Wissenschaftler, die unabhängig voneinander das Vermächtnis des Biologen und Mönchs entdecken und damit den Anstoß für den Siegeszug der Genetik geben. Dies ist die Geschichte des Gregor Mendel, die Geschichte einer wissenschaftlichen Revolution, die von der Welt lange nicht wahrgenommen wurde, und ihres verspäteten Triumphes...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2001
Ernst Peter Fischer merkt zunächst an, dass die amerikanische Wissenschaftsjournalistin Robin Marantz Henig keine einfache Ausgangslage hatte, als sie die Biografie von Gregor Mendel schrieb, den Entdecker der Wissenschaft von der Vererbung: Von Mendel selbst sind nicht mehr als vierundvierzig Seiten erhalten, auf denen er seine Versuche mit Erbsen darstellte, der Rest seiner Unterlagen wurde verbrannt. Fischer wirft der Autorin den vagen Charakter ihrer Darstellung vor, die mehr auf Mutmaßungen denn auf Fakten beruhe. Außerdem kritisiert er eine zentrale These der Autorin, die besagt, dass bereits Wissenschaftler vor Mendel durch eine rationale Grundhaltung geprägt seien wie sie heutigen Genetikern zueigen sei. Falsch, meint Fischer, hier habe die Autorin eindeutig die alchemistischen Aspekte der damaligen Forschung übersehen. Trotzdem erfahre man über die Person Gregor Mendel so manches, beispielsweise wie sein Leibesumfang zunahm oder welch gefährliches Territorium er betrat, wenn er seinen Klosterbrüdern und Schülern das Geschlechtsleben von Pflanzen erklären musste, da ging es schließlich um Sex. Eine Antwort darauf, was Mendel mit seinen Erbsen wirklich erforschen wollte, finde der Leser auch: Mendel entdeckte in seinen Kreuzungsversuchen den "Mechanismus der Beständigkeit der Arten". Angesichts der schwierigen Quellenlage könnte man annehmen, Fischers Kritik ist Erbsenzählerei.
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