Haben Sie je einen Gedanken daran verschwendet, wie der in Prag und Tschechien geläufige Gruß "Ahoi" in die Seefahrt geriet? Warum Meßwein weiß und nicht rot ist? Warum das Edelweiß so hochgeschätzt wird und Kaiserin Maria Theresia Perlmuttknöpfe für ihre Soldaten haben wollte? Große Fragen, ausgelöst durch kleine Dinge, denen Roland Albrecht ein ganzes Museum gewidmet hat: dem Stein, der Thomas Mann inspirierte, dem Schreibmaschinenteilchen, das Walter Benjamin plötzlich fehlte, den Spuren eines Gedankenblitzes.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2005
Yvonne Gebauer hat ihre Lektüre dieses Buches mit einem Besuch in Roland Albrechts gleichnamigen Museum verbunden. Leider lässt sich nicht immer unterscheiden, ob sie nun von Gesehenem oder Gelesenem berichtet, aber immerhin: sie tut es mit Freude. Das Museum in der Berliner Crellestraße - und wohl auch das Buch - versammelt die unbeachteten Dinge, die am "Wegesrand der Weltgeschichte" liegen geblieben sind, schwärmt Gebauer, Walter Benjamins Schreibmaschine zum Beispiel oder den Inspirationsstein, den Thomas Mann am Strand von Usedom gefunden hat.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…