Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2001
Das "Fontane-Handbuch" von Roland Berbig und Bettina Hartz räumt mit einem Mythos der Moderne auf, denkt der Rezensent mit dem Kürzel "B. D.". Der Dichter saß nicht still in seinem Kämmerlein und verfasste seine Werke abseits jeden Interesses für Medien und Verlagswesen, sondern war sich sehr wohl ihres Stellenwerts für die eigene Reputation bewusst und sehr darauf bedacht, seinen festen Platz in einem Netzwerk von Verlagen, Buchhandel, Literaturkritik, Publikationen, literarischen Gruppen und Vereinen sowie kulturellen und literaturpolitischen Institutionen einzunehmen. Wer Fontane verstehen will, muss auch dieses Netzwerk kennen, ist sich der Rezensent mit den Autoren einig und lobt nicht nur das Buch als Nachschlagewerk, sondern wegen seiner Illustrationen auch als vorzügliches Bilderbuch.
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