Herausgegeben von Klaus Hurlebusch. Der Band enthält das zum größten Teil noch unveröffentlichte Textmaterial zu dem von Klopstock geplanten, aber nicht ausgeführten zweiten Teil der "Gelehrtenrepublik". Außerdem bietet er die gedruckte frühe Fassung der "Gesetze der Gelehrtenrepublik" sowie frühe Arbeiten zum Themenkomplex "Staat und Stand der Gelehrten". Der Apparat bezieht sich sowohl auf den 1774 gedruckten ersten Teil des Werkes (Band VII1) als auch auf die Textteile in diesem Band (VII 2).
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2003
Rezensent Steffen Martus würdigt den im Rahmen der historisch-kritischen Klopstock-Ausgabe von Klaus Hurlebusch herausgegebenen Kommentarband zu Friedrich Gottlieb Klopstocks "Deutscher Gelehrtenrepublik" als beeindruckendes "Buchmonument an Umfang, Inhalt und Preis", das insbesondere dazu beitrage, Klopstock als "literarischen Extremisten" zu entdecken. Der Band liefert nach Auskunft von Martus mehr als zweihundert unbekannte Seiten aus Klopstocks Nachlass, einen beeindruckenden Textapparat, Rezeptionszeugnisse sowie einen äußerst umfangreichen Erläuterungsteil. Martus hebt hervor, dass Hurlebusch in seinem Kommentar auf "innovative Weise" eine "modernistische Lesart" Klopstocks unterstützt. "Aus den Verfahren der Textproduktion heraus entwickelt er ein Klopstock-Bild", erklärt der Rezensent, "das wenig mit der humanistischen Tradition der Gelehrtenrepubliken zu tun hat, dafür aber viel mit Hölderlin oder Nietzsche, Mallarmé, Valéry oder Heidegger." Klopstock erscheint bei Hurlebusch als ein "Experimentator", der sich in der Bewegung des Sprachmaterials selbst erfindt, hält Martus fest. Hurlebuschs Verdienst sieht er dabei insbesondere darin, den Blick für die Besonderheiten Klopstocks, der auf den Gebieten von Drama, Lyrik und Epik Revolutionäres geleistet habe und fast überall grandios gescheitert sei, zu schärfen.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…