Begründet von Momme Mommsen, fortgeführt und herausgegeben von Katharina Mommsen. Die Entstehung von Goethes Werken in Dokumenten (EGW) ist ein großangelegtes Referenzwerk der Goetheforschung. Begründet wurde es vor mehr als fünfzig Jahren von Momme und Katharina Mommsen an der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Ostberlin. Es rekonstruiert und dokumentiert die Entstehungsgeschichte der Werke Goethes anhand aller derzeit zugänglichen Materialien. Präsentiert werden Datierungsangaben, Briefe und Tagebuchnotizen Goethes und der ihm nahestehenden Personen, Gesprächsaufzeichnungen, Bibliotheksentleihungen, Bucherwerbungen und Rechnungen. Darunter sind zahlreiche bislang kaum beachtete oder noch nicht publizierte Texte (so vor allem aus dem Bestand der Briefe an Goethe). Die in chronologischer Folge dargebotenen nach der jeweils besten Quelle sorgfältig edierten Dokumente ermöglichen hochdifferenzierte Einblicke in die Prozesse der Werkgenese und den geistigen und lebensgeschichtlichen Kosmos, aus dem heraus Goethe seine Werke schuf.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.09.2007
Eine lange, vor allem aber eine sehr lange unterbrochene Geschichte hat diese auf viele Bände geplante Ausgabe, die Goethes Werk mit seinen gesammelten Selbstaussagen dokumentiert. Nach dem Erscheinen des zweiten Bandes im Jahr 1958 war freilich Schluss, denn die Herausgeber Momme und Katharina Mommsen hatten nach der Übersiedlung in die Bundesrepublik keinen Zugriff mehr auf die Weimarer Archive. Nun aber hat Katharina Mommsen eine eigene Stiftung ins Leben gerufen, und die ersten drei Bände der wiederaufgenommenen Edition sind erschienen. Der Rezensent Manfred Koch zeigt sich außerordentlich beeindruckt von der Lektüre und meint, man könne etwa aus den Aufzeichnungen zum "Egmont" beinahe "ein ganzes Dichterleben im Spiegel eines einzigen Dramas" nachvollziehen. Auf die weiteren Bände zeigt er sich sehr "gespannt".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2007
Höchste Anerkennung zollt Rezensent Hans-Jürgen Schings dem nun vorliegenden dritten Band von Katharina Mommsens groß angelegter Dokumentation der Entstehung von Goethes Werken. Der Band markiert für ihn die Fortsetzung eines Großprojekts der Goetheforschung, das nach der Veröffentlichung der ersten beiden jetzt nachgedruckten Bände im Jahr 1958 durch den Berliner Mauerbau für lange Zeit ins Stocken geraten war. Er würdigt die beeindruckende Zuverlässigkeit, Übersichtlichkeit und Vollständigkeit des Unternehmens. Auch im vorliegenden Band von "Rameau's Neffe. Ein Dialog von Diderot" bis "Entoptische Farben"gibt es zu seiner Freude "viel zu entdecken". Besonders spannend findet er die gut fünfzig Seiten über Goethes Diderot-Übersetzungen - nirgendwo werde man besser über ihr merkwürdiges Zustandekommen und beteiligte Personen informiert - sowie die Zeugnisse über Goethes Straßburger Dissertationen.
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