Verängstigt und orientierungslos erwacht Annabel eines Morgens in einer psychiatrischen Anstalt. Sie hat keine Ahnung, wie sie dort hingekommen ist. Und was noch schlimmer ist, sie kann sich nicht mehr an ihre Eltern erinnern. Doch sie ist nicht allein. Michael, Eric und George, drei Jungen aus ihrer Schule, teilen ihr Schicksal. Als sie dem harmlos scheinenden Hinweis einer seltsamen Patientin folgen, zieht es sie immer tiefer hinein in einen Strudel geheimnisvoller Rätsel und verstörender Ereignisse. Plötzlich finden sie sich in einer Welt wieder, die sich gegen sie gewandt hat und in der sie niemanden mehr vertrauen können - nicht einmal sich selbst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2013
Mit gemischten Gefühlen bespricht Rezensentin Shirin Sojitrawalla den ersten Jugendroman des Cartoonisten Roland Jungbluth. Schnell wird die Kritikerin von den "knackigen" Sätzen dieses mit Elementen aus Schauermärchen, Horrorfilmen und Science Fiction angereicherten Thrillers in den Bann gezogen: In "Remember" folgt sie vier Jugendlichen, die sich im Jahre 1969 aus ungeklärten Gründen in einer Londoner Psychiatrie wiederfinden und beginnen, den Rätseln ihrer Existenz nachzugehen. Bald muss die Rezensentin allerdings enttäuscht feststellen, dass die Handlung allzu viele "Ungereimtheiten" aufweist, so dass sie zwar immer noch gespannt, aber auch zunehmend genervt das Ende des Romans erwartet. Auch die banale Medienkritik, hier durch BBC-Interviews aus dem Jahr 2019 vorgeführt, und Jungbluths "Nullachtfünfzehn-Wortschatz" haben das Lesevergnügen der Rezensentin deutlich geschmälert.
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