Aus dem Amerikanischen von Wilm W. Elwenspoek. Philip St. Ives - talentierter, aber arbeitsloser Reporter in New York - ist der pokernde Dandy unter Ross Thomas' coolen Helden und professioneller Verbindungsmann. Gegen eine satte Provision vermittelt er zwischen der Unterwelt und den von ihr erpreßten Opfern und gerät dabei zwischen die Fronten. In diesem ersten Fall (von fünf) wird ein weltbekanntes Washingtoner Museum erpresst. Ein wertvolles afrikanisches Messingschild wurde gestohlen und St. Ives soll das Lösegeld überbringen. Aber nichts ist, wie es scheint, und bevor St. Ives sichs versieht, sind mehrere Menschen tot. Der erste Band der Philip-St.-Ives-Reihe in der Ross-Thomas-Edition. Ross Thomas veröffentlichte diesen Roman unter dem Pseudonym "Oliver Bleeck". Titel der deutschen Erstausgabe: "Bonbons aus Blei" (1970).
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2015
Rezensent Fritz Göttler freut sich sichtlich über diese "tadellose" Neuübersetzung von Ross Thomas' Kriminalroman um den Privatdetektiv Philip St. Ives. Die für Göttler glaubhafte Gelassenheit des im Graubereich zwischen offiziellen und nicht ganz offiziellen Ermittlungen operierenden Helden nimmt den Rezensenten für Figur und Fabel ein. Brechtsche Anklänge in der Geschichte um afrikanisches Gold und Washingtoner Politikgeklüngel scheinen Göttler angemessen. Er freut sich schon auf den nächsten der insgesamt fünf angekündigten St.-Ives-Bände.
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