"Fast alle wichtigen Parteien, die meisten Wirtschaftswissenschaftler, Unternehmen und Verbände, der Großteil der Medien - sie alle stimmen in den großen Gesang ein, der da heißt: Verzichtet, so wird euch gegeben; die Letzten werden die Ersten sein. In der Ära Schmidt wurde das Libretto geschrieben, in der Ära Kohl war Uraufführung, In der Ära Schröder wurde das Stück mit wagnerianischer Wucht neu inszeniert, und Frau Merkels große Koalition werkelt gerade an der Fassung für die neue Spielzeit. Man sollte das Stück endlich absetzen. Es wird Zeit für eine Wirtschaftswende." (Rudolf Hickel)
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.10.2006
In keiner Weise überzeugt hat Rezensent Ralf Altenhof dieses Buch über Wirtschaft und Wirtschaftspolitik in Deutschland, das der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel vorgelegt hat. Dessen massive Kritik an marktwirtschaftlichen und neoliberalen Tendenzen in Wirtschaft und Politik kann Altenhof nicht Ernst nehmen. Zumal der Autor seines Erachtens mit seinen Ausführungen immer wieder kräftig über das Ziel hinaus schießt. Mit seinen Rezepten für den Aufschwung beweist Hickel für Altenhof lediglich, dass er nicht auf der Höhe der Zeit ist. Die angeblich guten Gründe für die Neuverschuldung oder für die Einführung der Vermögenssteuer sind für Altenhof olle Kamellen. In seinen Worten: "Alternativen von vorgestern".
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