Sally Nicholls

Keiner kommt davon

Eine Geschichte vom Überleben
Cover: Keiner kommt davon
Hanser Berlin, Berlin 2014
ISBN 9783446245112
Gebunden, 288 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Beate Schäfer. Als im Jahr 1349 die Pest ihr Dorf erreicht, gibt es für die 14-jährige Isabel und ihre Familie kein Entkommen. Das Leben, wie sie es kannte und liebte, endet abrupt. An die Stelle von Fürsorge und Vertrauen treten Angst und Schrecken. Weder Gottesfürchtigkeit noch Isolation können die Familie schützen. Als Isabel begreift, dass die fürchterliche Seuche alle Gebote der Menschlichkeit außer Kraft setzt, stemmt sie sich entschlossen gegen die Panik. Couragiert versucht sie, ihr Leben zu leben, und beweist Hoffnung, Mitgefühl und Mut in einer Zeit des Terrors und der Trauer.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2014

Starkes Mädchen Isabel! Für Ramona Lenz sind das Mitgefühl, die Entschlossenheit und der Mut der Hauptfigur in diesem Buch von Sally Nicholls über ein mittelalterliches englisches Dorf während der Pestzeit der einzige Lichtblick. Schonungslos  und unerbittlich erscheint der Rezensentin, wie Nicholls den Aberglauben, die miesen hygienischen Verhältnisse, die sinnlosen medizinischen Behandlungsmethoden und die unaufhaltsame Ausbreitung der Pest beschreibt. Kurzes Glück, kleine Hoffnungen im Buch sieht Lenz sofort wieder zerschlagen. Was ihr bleibt ist die erstaunliche Perspektive Isabels und die plastische Nähe, die Nicholls Erzählung erzeugt, eine Nähe, die Raum und Zeit zu überwinden scheint, wie die Rezensentin nahelegt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.08.2014

Rezensentin Siggi Seuss freut sich über Sally Nicholls dritten Roman "Keiner kommt davon", denn sie würdigt diese als außergewöhnlich talentierte Erzählerin. Die herausragende Verbindung aus gewissenhaft recherchierten historischen Fakten, einem authentisch gezeichneten Milieu und ungeschönten Alltagsbeschreibungen entdeckt die Kritikerin auch in dieser Geschichte um ein kleines Mädchen, das im 14. Jahrhundert in Mittelengland das große Sterben an der Pest miterlebt. Empathisch beschrieben, aber doch ganz ohne Melodramatik, lobt Seuss. Einzig der "künstlich" wirkende Schluss enttäuscht die Rezensentin, die diesen Jugendroman ansonsten unbedingt empfehlen kann.

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