1348: In der Finanzmetropole Florenz wütet die Pest, während die Söhne des mächtigen Bankiers Pacino Peruzzi nacheinander ermordet werden. Wittekind Tentronk, den es als Agent des Patriarchen aus Avignon an den Arno verschlagen hat, erkennt zu spät einen blutigen Wettlauf um Geld und Rache, den er nur verlieren kann. Wie in seinem Roman "Die schwarze Rose" spannt Dirk Schümer einen Bogen in die Gegenwart. Er erzählt von der größten Bankenpleite vor 2008, von der schlimmsten Pandemie aller Zeiten, vom Krieg auf der Krim, aber auch von Wittekinds Liebe zu der schönen Marktfrau Cioccia und einem illustren Freundeskreis um den erfolglosen Poeten Boccaccio und Dantes versoffenen Sohn Jacopo.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2023
Dirk Schümer setzt seine an Umberto Ecos "Name der Rose" angelegte Kriminalreihe fort und macht im Vergleich zu seinem letzten Roman einen zwanzigjährigen Zeitsprung ins von der Pest gebeutelte Florenz, erzählt Rezensentin Christiane Pöhlmann. Hier muss der Detektiv Wittekind für seinen Herren, das Oberhaupt des trotz Pest reichen Bankhauses Peruzzi, die Morde an dessen Söhnen aufklären, wobei Wittekind allerhand historischen Nebenfiguren wie Boccaccio begegnet, erfahren wir. Pöhlmann erkennt - trotz authentischer Mittelalter-Kulisse - einen starken Gegenwartsbezug dieser "Unheilsgeschichte", die immerhin auch mit einigen Hoffnungsschimmern aufwartet, wie sie bemerkt.
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