Samuel Salzborn

Heimatrecht und Volkstumskampf

Außenpolitische Konzepte der Vertriebenenverbände und ihre praktische Umsetzung
Cover: Heimatrecht und Volkstumskampf
Offizin Verlag, Hannover 2001
ISBN 9783930345281
Broschiert, 304 Seiten, 22,50 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von Wolfgang Kreutzberger.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2001

Der Autor sei voller Ressentiments - behauptet Herbert Hupka, der dieses Buch über die Vertriebenenverbände und ihr "außenpolitisches Konzept" nach 1990 für die FAZ besprechen darf. Und zwar ohne dass es eine Anmerkung dazu gibt, dass der Rezensent Politiker und Sprecher des Landsmannschaftsverbandes Schlesien ist. Kein Wunder also, dass er findet, die Vertriebenverbände und ihre Politik seien schlecht weg kommen. Hupka mokiert sich über die Sprachregelungen des Autors, der das Wort Vertreibung in Anführungszeichen setzt, aus einem Vertriebenen lieber einen Flüchtling macht und den Zusammenbruch des Ostblocks "osteuropäische Transformation" heißt. In Bezug auf die außenpolitischen Konzepte der Landsmannschaften - Stichwort Europa - möchte sich Hupka gegen den Vorwurf des Autors verwahren, dieser Bezug sei ein rein taktisches Manöver und stehe für "völkischen Partikularismus". Auf eine kleine Panne weist Hupka zurecht hin: im Text verwendet Salzborn die polnischen Ortsnamen, während der Schutzumschlag des Buches eine Landkarte von Schlesien in deutscher Sprache vorweist. Wahrscheinlich verkauft sich das Buch so besser. Peinlich für den Verlag, Pech für den Autor, Schadenfreude auf Seiten des keineswegs ressentimentfreien Rezensenten.
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