Aus dem Italienischen von Stefanie Römer. Sie war eine der bedeutendsten Frauen der europäischen Kulturgeschichte: Natalia Ginzburg (1916-1991). Ihre Werke zählen zu den Klassikern der Weltliteratur. Sie schrieb Erzählungen, Romane, Gedichte, Theaterstücke. Als Literatur-, Theater-, und Filmkritikerin war sie wegweisend. Sie war Verlegerin und Abgeordnete im Parlament. Zu ihren Weggefährten zählen die wichtigsten italienischen Autoren der Nachkriegszeit wie Cesare Pavese, Italo Calvino, Alberto Moravia und Elsa Morante. Sandra Petrignani spürt dem abenteuerlichen und mutigen Leben Natalia Ginzburgs nach. Sie besucht ihr Geburtshaus in Sizilien, die Turiner Wohnung in der Via Pallamaglio, das Versteck in den Abruzzen während der Besatzung durch die Nationalsozialisten sowie die Wohnung am Campo Marzio in Rom. Sie trifft die noch lebenden Weggefährten und liest ihr großes Werk noch einmal.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.05.2020
Maike Albath hat einen ambivalenten Eindruck von Sandra Petrignanis Biografie über Natalia Ginzburg. Den persönlichen Ansatz über die eigene Bekanntschaft mit der Dichterin und Horoskopdeutungen verursachen Albath Bauchschmerzen. Die in den Text eingeflossene Recherche bei Zeitzeugen und in Archiven findet Albath hingegen respektabel. Über Ginzburgs Verbannung 1940, Familienschicksale und die Verlagsarbeit bei Einaudi erzählt die Autorin wiederum auf lohnende Weise, findet die Rezensentin. Formal scheint ihr das Buch mitunter geschwätzig, dann wieder allzu kontextarm. Als Einstieg in das Leben Ginzburgs eignet es sich aber dennoch, meint Albath.
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