Das Operndorf Afrika (auch Village Opéra de Christoph Schlingensief, Remdoogo und Festspielhaus Afrika genannt) ist ein partizipatives Kunstprojekt im westafrikanischen Burkina Faso mit dem Ziel des transkulturellen Transfers durch künstlerische Begegnungen. Der Name "Operndorf Afrika" ist ein Neologismus gekennzeichnet durch eine ihm inhärente Friktion. So gibt es weder ein "Operndorf" noch wird die Gattung der Oper typischerweise mit dem afrikanischen Kontinent in Verbindung gebracht.Die Bezeichnung "Afrika" evoziert dabei einen Konflikt, da der Begriff im Westen oft verallgemeinernd für die Bezeichnung einzelner Regionen auf dem afrikanischen Kontinent benutzt wird, obwohl zwischen diesen große soziokulturelle und politische Unterschiede bestehen. Es ist Schlingensiefs letztes Projekt, in dem zahlreiche Stränge seiner früheren Arbeitenkondensieren. Das Operndorf liegt circa dreißig Kilometer östlich von der Hauptstadt Ouagadougou, vier Kilometer von der Stadt Ziniaré und einen Kilometer vom Skulpturenpark Sculptures de Laongo entfernt auf einem etwa fünf Hektar großem Areal, das von der Regierung Burkina Fasos zur Verfügung gestellt wurde.
Rezensent Fabian Lehmann erfährt aus dem Buch der Kunsthistorikerin und Philosophin Sarah Hegenbart über Schlingensiefs Operndorf in Burkina Faso vor allem Wissenswertes über das Spannungsverhältnis zwischen der Vision des Künstlers und der Realisierung bis heute. Hegenbart stellt Schlingensiefs Ansatz laut Lehmann verständlich dar. Weniger überzeugend erscheinen dem Rezensenten die Einordnungsversuche der Autorin. Wenn Hegenbart das Operndorf im Kontext von Wagners Gesamtkunstwerk und weiter im Zusammenhang mit dem Berliner Humboldt-Forum betrachtet, findet Lehmann das "schablonenhaft" und "pauschalisierend".
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