Aus dem Englischen von Ulli und Herbert Günther. Sid ist sechzehn und zufrieden mit seinem Leben. Eigentlich könnte alles so weitergehen wie bisher. Er mag die Insel, auf der er lebt, liebt seine Pflegeeltern, hat eine beste Freundin, und Probleme kennt er nicht - zumindest nicht aus der letzten Zeit. Alles ist "easy going". Bis eines Tages ein Mann in sein Leben dringt und es gehörig auf den Kopf stellt - mit einer Bitte, die Sid tief bewegt: Ausgerechnet seine leibliche Mutter und seinen Halbbruder soll er treffen, und das, obwohl sich die Mutter nie gekümmert hat, Sid nicht einmal weiß, wie sie aussieht, und vierzehn Jahre lang kein Lebenszeichen von ihr erhielt. Sarah N. Harvey beschreibt die Gefühle eines Jugendlichen, der plötzlich gegen seinen Willen mit seiner Familiengeschichte konfrontiert wird - und sich ihr stellt: voller Trotz und mit all seinem Mut.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.04.2015
Sarah N. Harvey wählt für ihren Jugendroman einen fast schon ungewöhnlichen Einstieg, berichtet Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel. Sie gönnt ihrem Protagonisten Sid eine glückliche und behütete Kindheit bei einer liebevollen Pflegefamilie auf einer Insel an der kanadischen Westküste, verrät die Rezensentin. Erst ein Fremder, der Nachricht von Sids biologischer Mutter und einem Halbbruder mitbringt, die beide verschollen seien, bringt den dramatischeren Teil der Handlung in Gang, der ein komplexes Familiengefüge aufbaut, in dem Sid sich kaum noch zurecht findet, und das nur mit Hilfe der Großmutter aufzudröseln ist, fasst Menzel angetan zusammen.
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