Aus dem Englischen von Daniel Bussenius. Durchgehend vierfarbig. In den 20er Jahren wurde das Haus am See das Sommerparadies für die jüdische Familie Alexander. Für Elsie Alexander, Großmutter von Autor Thomas Harding, ist es auch nach der Verfolgung und Vertreibung durch die Nazis ein Ort für die Seele geblieben. Danach pachtete Will Meisel, Komponist und NSDAP-Mitglied, das Anwesen. Im Krieg bot das Haus seiner Familie Zuflucht. Nach der Teilung Deutschlands lag es in der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR, direkt an der Grenze. Wieder wurde es zur Zuflucht für Familien. Sie sahen, wie am Gartenende die Mauer gebaut wurde und wie sie fiel. Thomas Harding hatte seine Großmutter nach der Wende einmal dorthin begleitet. Viele Jahre später kam er wieder. Es war wie ein Wunder. Das Haus stand immer noch, inzwischen aber verlassen und dem Verfall preisgegeben. Er beschloss, die Geschichte dieses Hauses und der Menschen, die in ihm gelebt hatten, zu erzählen. Und nicht nur das: Er konnte die Stadt Potsdam, inzwischen Besitzerin des Grundstücks, davon überzeugen, dass dieses Haus Denkmalschutz verdient.
Am Groß Glienicker See bei Berlin steht eine verfallene alte Datsche. Erbaut hat sie 1927 Thomas Hardings Großvater, der Arzt Alfred Alexander, erzählt Rezensent Alan Posener, der für das Haus zusammen mit dem Autor besucht hat. Als die Nazis aufstiegen, flohen die Alexanders 1936 nach London, ein Teil der Familie wurde jedoch von den Nazis ermordet. Nach ihrer Flucht übernahmen der Komponist Will Meisel und seine Frau die Datsche. Gegen Ende des Krieges lebten Meisels Geschäftsführer Hans Hartmann und dessen jüdische Frau dort. All das hat Thomas Harding jetzt aufgeschrieben, ebenso wie die Geschichte des Hauses in der DDR und nach der Wende. Das liest sich "spannend wie ein historischer Roman", versichert Posener, der auch erzählt, dass das Haus jetzt renoviert wird, um ein Ort "der Völkerverständigung und Erinnerung" zu werden.
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