Sebastian Fitzek

Das Kalendermädchen

Thriller
Cover: Das Kalendermädchen
Droemer Knaur Verlag, München 2024
ISBN 9783426281741
Gebunden, 400 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Vor elf Jahren wurde Alma als Baby unter mysteriösen Umständen zur Adoption freigegeben. In ihrer streng unter Verschluss gehaltenen Adoptionsakte steht der Vermerk: "Identität der Eltern darf unter keinen Umständen ans Licht kommen! Mutter droht Todesgefahr!!!" Doch nun ist Alma lebensgefährlich erkrankt und braucht dringend einen Knochenmarkspender.Um das Leben ihrer Adoptivtochter zu retten, startet Olivia Rauch eine verzweifelte Suche nach den biologischen Eltern. Dabei stößt die auf Gewaltverbrechen spezialisierte Psychologin auf die Legende vom "Kalendermädchen": einer jungen Frau, die sich einst zur Weihnachtszeit in ein abgeschiedenes Häuschen im Frankenwald zurückgezogen hatte. Und die dort von einem Psychopathen heimgesucht wurde, der sie zwang, einen Adventskalender des Grauens zu öffnen …

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.11.2024

Rezensent Berhard Heckler weiß, dass sein "Gejammer" nichts zur Sache tut, keine Fitzek-Leserin und kein Fitzek-Leser wird davon angeregt (oder abgeregt) zu einem anderen Buch greifen, und einem Autor wie diesem kann eine Kritik schon lang nichts mehr anhaben, seine Panzerung ist undurchdringlich, sie besteht aus 19 Millionen verkauften Büchern. Und Heckler tut es trotzdem - jammern - ausgiebig, genüsslich, eloquent und witzig - als sei es ihm ein Anliegen, dieser Anhäufung literarischer Verbrechen etwas entgegenzusetzen, Widerstand zu leisten, in dem er die Verbrechen beim Namen nennt: Redundanzen, Katachresen, Kitsch - um nur einige wenige zu nennen. Außerdem und nicht zuletzt geht es Heckler wohl auch darum: Seinem Frust über eine Literaturwelt Ausdruck zu verleihen, in der bald "jeder Verlag ein Fitzek-Verlag" und alle Romane "Fitzek-Thriller" sein werden. Was diesen 26. Psychothriller aus der Fitzek-Thrillerfabrik von seinen Vorgängern und Nachfolgern unterscheidet: Nichts im Grunde, außer ein paar Plotdetails natürlich und die Figurennamen. Heckler bemüht sich nach Kräften, diesen Plot zusammenzufassen, der vor lauter Twists schwindelnd und intoxikiert von Ungereimtheiten nur so dahin taumelt. Ja, diesem Autor ist wirklich "alles egal". Und das ist ein Jammer, so der Rezensent, in dem "ein Ozean der Trauer wütet", um mit den Worten des Fitzeks zu sprechen.

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