Werbung, um Bedürfnisse zu wecken, Kredite, um ihre Befriedigung zu finanzieren, geplante Obsoleszenz, um den Bedarf anzukurbeln: Für Serge Latouche sind es vor allem diese drei Aspekte unseres Wirtschaftens, welche die Konsumgesellschaft befeuern. Doch was können wir tun? Wie lässt sich unsere wachstumsbesessene Welt kurieren? In "Es reicht!" legt Frankreichs Galionsfigur des "wachstumskritischen Aufbegehrens" (Niko Paech) nicht nur eine schonungslose Abrechnung mit der "Religion der Ökonomie" vor. Das Buch präsentiert ein politisches Rahmenprogramm für eine Welt jenseits des Wachstums.
"Verzicht" heißt das Zauberwort, lernt Agnes Steinbauer beim Ökonomen Serge Latouche. Dessen Rezept gegen den Wachstumswahn aus dem Jahr 2007 findet sie nach wie vor gültig. Gefallen haben ihr die Offenheit und die Klarheit mit denen der Autor unter Verweisen auf Wirtschafts- und Sozialwissenschaft, Politik und Philosophie seine scharfsinnige Analyse präsentiert. Die 'konkrete Utopie' einer Wachstumswende, die Latouche schließlich fordert, das Durchbrechen des Teufelskreises aus Konsum, Werbung und Kredit, scheint ihr Herausforderung eher noch als bloße Träumerei.
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