Der mit vielen Fotos ausgestattete Band gibt Auskunft über Sigrid Damm, eine der bekanntesten deutschen Schriftstellerinnen. Interviews, Laudationes und Dankreden, Texte von und über Sigrid Damm zeigen ihren Werdegang und die Entstehung und Rezeption ihrer Werke. Zugleich wird ihre Wanderung zwischen den geographisch-politischen Räumen und zwischen den Zeiten dokumentiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.12.2010
Zum siebzigsten Geburtstag von Sigrid Damm erscheint dieser Dokumentationsband mit Reden, Dankesreden und Interviews, und Heinrich Detering nutzt die Kritik des Bandes zu einer umfassenden Würdigung der Schriftstellerin. Das hermeneutische Verfahren, Literatur durch "Objektivitätsverlangen und subjektive Anteilnahme" zu deuten, habe sich als äußerst gewinnbringend herausgestellt und präge Damms Romane, Biografien und Reiseerzählungen, findet der Rezensent. Für ihn ist die Lektüre eine "überraschungsreiche Reise" durch Damms Werk, dem er in Anlehnung an eine Selbstbeschreibung von Wilhelm Raabe, einen "wiederkäuenden" Zug zuschreibt. Und hier meint der Rezensent eine durchweg positiv zu deutende "spezifische Energie", die den Texten und historischen Figuren, denen sich die Autorin zuwendet, zugleich mit Abstand und Anverwandlung begegnet und ihnen so eine neue Sichtweise abgewinnt. Nur in einer Nebenbemerkung gibt der Rezensenten zu, dass er sich eine vollständige Bibliografie gewünscht hätte, aber das kann seine Zufriedenheit mit diesem Band nicht trüben.
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