Das Buch der Literaturwissenschaftlerin Sigrid Weigel untersucht die Formen des Bildertausches zwischen Wissenschaft, Religion, Kunst und Literatur. Jenseits der Kontroverse zwischen pictorial und linguistic turn geht es um das Wissen der Bilder an der Grenze zwischen Messen und Deuten: an der Schwelle zwischen Spur und Zeichen, Imaginärem und Sichtbarem, Material und Figur, Schauplatz und Erzählung, Daten und Graphik/Begriff. Momente des In-Erscheinung-Tretens stehen im Zentrum: von Bildern im Denken, von Affekten im Gesicht, von Transzendenz in Gemälden oder in der Dichtung. Ausgehend von der Differenz zwischen neuronalen Indikatoren und Semantik in den bildgebenden Verfahren der aktuellen naturwissenschaftlichen Forschung, widmet sich Sigrid Weigel vor allem dem Wissen, das Malerei und Einbildungskraft über Bilder bereithalten.
Ein neues bildwissenschaftliches Standardwerk hat die Literaturwissenschaftlerin Sigrid Weigel mit ihrer "Grammatologie der Bilder" vorgelegt, stellt Wolfgang Ullrich fest und hebt insbesondere die analytische Nüchternheit hervor, die die Autorin ihrem theologischen Ansatz zum Trotz an den Tag lege - immerhin ist das Bild für sie nicht weniger als ein "Abkömmling der Doppelnatur Christi". Diesen Ansatz weiß Weigel durchaus fruchtbar zu machen, bringt gewinnbringend Thheoretiker wie Aby Waburg und Georges Didi-Huberman ein und bringt eine luzide Analyse zur Karikatur, berichtet der Rezensent. Bisweilen scheint sich die Autorin allerdings in "feingeistig theologischen Spekulationen" zu verlieren, und Ullrich vermisst eine verständnisfördernde Anschlussfähigkeit über die Bildwissenschaft hinaus.
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