An der Autorin Silvia Bovenschen zeigt sich, dass die von der Außerparlamentarischen Opposition in Gang gesetzten Veränderungen auch die Geschlechterverhältnisse berühren.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
1979 erschien in der Edition Suhrkamp ein Buch, das aus der feministischen Diskussion - solange es sie gab - nicht wegzudenken war: "Die imaginierte Weiblichkeit - Exemplarische Untersuchungen zu kulturgeschichtlichen und literarischen Präsentationsformen des Weiblichen." Autorin war die 1946 geborene Silvia Bovenschen. Das Buch wurde begeistert begrüßt: "Was die Autorin vorlegt, ist nicht weniger als der große Wurf einer neuen Kulturgeschichte." Jetzt liegt sie wieder vor in der 15-bändigen Reihe "40 Jahre Edition Suhrkamp". Silvia Bovenschen und Judith Butler sind die einzigen Frauen neben Samuel Beckett, Peter Weiss, Thomas Bernhard, Peter Handke, Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Roland Barthes, Uwe Johnson. "Eine neue Kulturgeschichte" ist Silvia Bovenschens Buch nicht. Es war im Gegenteil eher der Versuch einer Kritik der bisherigen Kulturgeschichtsschreibung, so etwas wie Prolegomena zu einer jeden künftigen weiblichen Kulturgeschichte, die als Wissenschaft wird auftreten können. Die Autorin ging scharf ins Gericht mit jenen ihrer Kollegen und Kolleginnen, die glaubten, sie könnten zusammentragen, was von dem, was Frauen im Laufe der Geschichte getan hatten, überliefert war und daraus so etwas wie eine weibliche Kulturgeschichte schreiben. Überliefert, so das kategorische Urteil der jungen Wissenschaftlerin, ist nur die imaginierte Weiblichkeit... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
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