Vor nicht einmal zwanzig Jahren nährte die Digitalisierung noch die Hoffnung auf eine universelle Befreiung der Menschen. Geblieben ist davon nicht viel: Die Furcht vor Überwachung ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Mit Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien hielt eine neue Form von Hetze Einzug in die Öffentlichkeit. Und auf die permanente Verfügbarkeit von Informationen folgte der Kampf der etablierten Medien gegen den digitalen Dauerbeschuss mit Fake News. Höchste Zeit also für eine kritische Bestandsaufnahme.
In diesem Band gehen einige der wichtigsten Denkerinnen und Denker der Gegenwart drängenden Fragen nach: Wie lässt sich der digitale Kapitalismus zähmen? Stellt das Internet eine Gefahr für die Demokratie dar? Und wie können wir in einer digitalisierten Welt Autonomie (zurück)erobern?
Mit Beiträgen von Martin Schulz, Jakob Augstein, Gerhart Baum, Yvonne Hofstetter, Evgeny Morozov u. v. a.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.02.2018
Andrian Kreye liest den von Jakob Augstein herausgegebenen Essayband als weit mehr denn als eine Dokumentation eines von Jakob Augstein im Gedenken an Frank Schirrmacher initiierten Symposiums zur digitalen Debatte. So kämpferisch der Titel, so kritisch die Geister, die hier schreiben, meint Kreye. Ob technisch argumentiert wird wie von Yvonne Hofstetter und Saskia Sassen, politisch wie von Evgeny Morozov oder ökonomisch wie von Shoshana Zuboff, der Band bildet für Kreye auch ein Jahr nach dem Symposium den Stand der Debatte ab.
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