Enttäuscht von der politischen Wirklichkeit in Deutschland, zieht es Eva, die Erfolgsautorin, auf eine karibische Insel. Hier muss sie allerdings bald erkennen, dass eine solche Flucht keine Erfüllung bringt. Auch ihr aus dem Irak stammender Freund Victor ist angesichts der auch in Deutschland spürbaren Auswirkungen des 11. Septembers heimatloser denn je. Ein letztes Mal will er nach Hause - nach Bagdad. Er will Abschied nehmen von einer Heimat, die kurz vor dem Krieg steht. Zwischen ihrer Rückkehr und seiner Abreise liegen die Tage der Gemeinsamkeit, die sie in Hotelzimmern, Cafes und Galerien Europas verbringen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.01.2006
Wie Rezensentin Laura Weißmüller berichtet, erzählt Silvia Szymanskis vierter Roman von Eva und Viktor. Sie ist eine "erfolgreiche Autorin", er dagegen erfolglos. Die beiden suchen Antworten auf ihre Fragen in der Ferne, in der Karibik, aber auch in Utopien und versuchen dort ihre Heimat zu definieren. Zurück in der realen Welt bleibt trotzdem alles grau und trostlos. Der Roman verliere sich leider "zwischen den Welten". Der Rezensentin wird nicht klar, wohin die Protagonisten eigentlich steuern, auch ihre "Verbindung" ist nicht ersichtlich. Allein "die Fremdheit" hätten sie gemein, die "Abwehrhaltung" gegenüber der Welt, die Verbarrikadierung im Kopf. Da sei schade, urteilt Weissmüller, denn manche Tage hätten es "vielleicht doch verdient gelebt zu werden".
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