zu Klampen Verlag, Springe 2026
ISBN
9783987370410 Gebunden, 144 Seiten, 18,00
EUR
Klappentext
Vampire gehören längst zum Stammpersonal populärkultureller Gruselgeschichten. Doch die Vorstellung von Untoten, die Menschen das Blut aussaugen, ist älter als die moderne Kulturindustrie. Wann also kam der Vampir zur Welt? Bereits in den alteuropäischen Mythen gibt es Berichte über körperliche Wesen, die ihre Gräber verlassen und Unheil stiften. Doch mit Ausnahme der griechischen Lamia fehlt jenen Kreaturen die eine entscheidende Eigenschaft: der Durst nach Blut. Erst im 12. und 13. Jahrhundert beginnen sich die Vorstellungen des Wiedergängers zunehmend in eine bestimmte Richtung zu entwickeln: Da liest man von Toten, die aus ihrem Grab auferstehen, Blut saugen und Krankheiten übertragen. Ist dieser wandelnde Verdammte das kulturgeschichtliche Missing Link zwischen den rachsüchtigen Untoten der alteuropäischen Mythologien und dem balkanischen Vampir der Neuzeit? Moderne Publikumsmagnete wie die "Twilight"-Saga und "Nosferatu" zeugen von der ungebrochenen Popularität jener Schreckensgestalten mit Blutdurst. Simeon Elias Hüttel hat sich auf die Spur des Vampirglaubens gesetzt und dabei neues Material zutage gefördert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2026
Rezensent Stephan Speicher zieht einiges aus Simeon Elias Hüttels aus mehreren Essays bestehender Studie zur Geistesgeschichte des Vampirs im westlichen Kulturraum. Hüttel zeichnet nach, wie der Vampirglaube Westeuropa erst in den 1720er Jahren erreichte - womöglich verhinderte vorher das Christentum mit seiner Idee einer Gerechtigkeit im Jenseits dessen Ausbreitung. Mit Bezug auf eine Studie von Dieter Stumm zum Thema beschreibt Hüttel, wie das Motiv hierzulande literarisch bearbeitet wurde, eine wichtige Rolle spielt dabei Goethes "Die Braut von Korinth", ebenso wie Vampir-Texte von, unter anderem J. W. Polidiori, Bram Stoker und H. P. Lovecraft. Über zeitgenössische Serien und Filme verfolgt Hüttel die Geschichte des Motivs bis in die Gegenwart und prophezeit, dass vom Vampir noch viel die Rede sein wird. Speicher ist skeptischer - er selbst lässt als gelungene Vampir-Erzählungen nur "Die Braut von Korinth" und Murnaus "Nosferatu"-Film gelten.
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