Simon Sebag Montefiore

Jerusalem

Die Biografie
Cover: Jerusalem
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011
ISBN 9783100506115
Gebunden, 880 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff und Waltraud Götting. Mit 32 meist farbigen Bildtafeln. Jerusalem ist die Stadt der Städte, die Hauptstadt zweier Völker, der Schrein dreier Weltreligionen, der Schauplatz des jüngsten Gerichts und der Brennpunkt des Nahost-Konflikts. Jerusalems Geschichte bedeutet 3000 Jahre Glauben, Fanatismus und Kampf, aber auch das Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen. Packend und farbig schildert der Bestsellerautor Sebag Montefiore in seiner Biografie die zahlreichen Epochen dieser sich ständig wandelnden Stadt, ihre Kriege, Affairen, Könige, Propheten, Eroberer, Heiligen und Huren, die diese Stadt mitgeschaffen und geprägt haben. Basierend auf dem neuesten Stand der Forschung und teilweise unbekanntem Archivmaterial macht er die Essenz dieser einzigartigen Stadt greifbar und lässt sie in ihrer Einzigartigkeit leuchten. Denn nur Jerusalem existiert zweimal: im Himmel und auf Erden.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.01.2012

Richtig verärgert zeigt sich Stefana Sabin über Simon Sebag Montefiores Jerusalem-Buch, das sie weder als ernsthafte Stadtgeschichte noch als Schmöker gelten lassen will. In ihren Augen schreibt Montefiore viel zu unhistorisch: Entweder paraphrasiere er Bibelgeschichten oder Herrscher-Legenden, beides aber ist der Rezensentin zu trivial. Des weiteren stört sich die Rezensentin an stilistischen Mängeln, erzählerischen Ungeschicklichkeiten und einer "hypertrophen Rhetorik". Schließlich zieht der Autor mit seiner Israel-freundlichen Haltung den Zorn der Rezensentin auf sich, die ihm Politkitsch und "zionistische Ideologie" vorwirft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2011

"Geschichtsschreibung im alten Stil" sieht Joseph Croitoru hier vorliegen, die "Menschen und Dynastien" statt "historische Prozesse" in den Blick nimmt, ein aufwändiges Vorhaben, wie der Rezensent konzediert, mit dem im Zeitalter kleinteiliger Wissenschaftsspezialisierungen eigentlich kaum mehr zu rechnen war. Dass es dem Historiker Montefiori gelingt, die komplexe Geschichte Jerusalems "mit großer Detailkenntnis" als "packendes Drama" zu erzählen, das zudem noch "einige Lücken" schließe und teils "weniger Bekanntes" zutage fördere, rechnet ihm der Rezensent hoch an. Aber ach, recht griesgrämig wird Croitoru dann doch, wenn es um das Jerusalem des 20. Jahrhunderts geht: Hier offenbare Montefiori eine "tendenziös zionistische Perspektive", die Croitoru Anlass ist, nicht nur dem Verlag, sondern auch der israelischen Politik deren Position und Verhalten im Nahostkonflikt um die Ohren zu hauen.

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