Das Lexikon der DDR-Werbung benennt die wichtigsten Werbekampagnen und -institutionen, bekannte und unbekannte Produkte, ihre Hersteller sowie die Markennamen, gibt interessante Hintergründe und Anekdoten wieder, führt Werbeverse und Slogans auf, enthält die Namen bekannter und weniger bekannter Grafiker, erklärt typische Fachbegriffe, die in der Werbung der DDR benutzt oder definiert wurden, und zeigt die Eigenarten spezieller Werbemedien und ihren Einsatz in der Planwirtschaft auf. Die Stichwortliste enthält ebenso die Namen der wichtigen Grafiker als auch Begriffe der Wirtschaftspropaganda, denn in der Werbung der DDR waren die Grenzen sowohl zu den Künsten als auch zur politischen Propaganda fließend.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.06.2002
Jens Bisky schwelgt zwar in der "Fülle des Materials", das die Autorin aus ihrer Privatsammlung an DDR-Werbung in diesem Band aufgeboten hat, doch er bedauert, dass keinerlei Analyse des Abgedruckten stattfindet. Genauso findet er die Beschreibungen etwas dürftig, so zum Beispiel, wenn ein Werbegedicht über Rotkohl ohne die zugehörige Abbildung erscheint. Zudem findet es Bisky sehr schade, dass die Betrachtungen der Autorin zu den einzelnen Werbekampagnen zumeist in den 70er Jahren enden und nicht referiert wird, was aus dem Artikeln und den sie herstellenden Betrieben geworden ist. Trotzdem hat der Rezensent "gern" in dem Band geblättert und mit großem Vergnügen die "verschollene Warenwelt" der DDR wiederentdeckt, wie er gesteht.
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