Aus dem Amerikanischen von Bernhard Robben. Mit einem Nachwort von Michael Köhlmeier. In seinem ereignislosen, durchschnittlichen Kleinstadtleben hat der Immobilienmakler George F. Babbitt sich recht bequem eingerichtet. Seine drei Kinder sind wohlgeraten, wenn sie auch meist nicht auf ihn hören; mit seiner Frau verbinden ihn liebgewonnene Gewohnheiten. Sein ganzes Streben ist auf gesellschaftliche Anerkennung und wirtschaftlichen Aufstieg gerichtet. Bis ihm eines Tages bewusst wird, dass er all dies so nie gewollt hat, und einen Ausbruchsversuch wagt. Mit feinem Spott und stets voller Sympathie für den charakterschwachen Protagonisten erzählt der Roman, wie Babbitt sein rebellisches Selbst wiederentdeckt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.12.2017
"Babbitt" ist eine der einflussreichsten Figuren der amerikanischen Literatur, so einflussreich, dass der Name es sogar ins Wörterbuch geschafft hat, weiß Rezensent Ulrich Rüdenauer. Babbitt steht für 'Spießer', und "opportunistischer Geschäftsmann", denn genau so einer ist Sinclair Lewis' Figur zu Anfang des Romans - ein raffinierter, eingebildeter, aalglatter Makler - bis ihn plötzlich Zweifel an seiner bequemen, auf Konventionen beruhenden Lebensweise und seinen konservativen Einstellungen überkommen, er für eine gewisse Zeit gegen dieses verklemmte und verkeilte Ich rebelliert, am Ende jedoch wieder der wird, der er am Anfang war. Lewis führt diesen Charakter so gründlich und sprachlich so differenziert vor, dass es keinem Übersetzer leicht fallen dürfte, diesen Roman ins Deutsche zu übersetzen, vermutet Rüdenauer. Bernhard Robben hat sich dieser Aufgabe dennoch angenommen und das Ergebnis findet der Kritiker beachtlich: eine hervorragende Übersetzung eines großartigen Buches, und darüber hinaus tadellos kommentiert, lobt er.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt…