n vielen Ländern Afrikas ist eine neue Ära angebrochen, die von geradezu revolutionären Umwälzungen geprägt ist: Die zunehmende Mobil- und Internetkommunikation, die hohen Wachstums- und Investitionsraten, die rapide Verstädterung und Verjüngung der Gesellschaft haben große Ambitionen einer neuen Generation wachgerufen. Afrikas Jugend und die neue afrikanische Mittelschicht suchten ihre eigenen Wege aus Armut und Abhängigkeit und lösten sich zunehmend von alten Modellen und europäischen Vorbildern. Dank der neuen Generation entsteht eine verführerische Gründerzeitstimmung mit vielfältigen Perspektiven. Ob damit auch die Ära von Massenarmut, Unterdrückung und Staatsverbrechen vorbei ist, muss sich allerdings erst noch zeigen. Dominic Johnson macht die afrikanische Bevölkerung als aktiv handelnde Gestalter ihrer eigenen Zukunft begreifbar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2011
Einen optimistischen Blick auf Afrika bietet Dominic Johnsons Buch "Afrika auf dem großen Sprung" laut Andreas Eckert, dem dies manchmal zu viel des Guten ist. Er hebt hervor, dass der Autor entgegen der im Westen weit verbreiteten pessimistischen Sicht des Kontinents eine Gründerzeitstimmung in vielen Ländern Afrikas erkennt, rasende Urbanisierung und intellektuelle Dynamik in den Megastädten inklusive. Nicht immer scheinen ihm die Ausführungen des Autors überzeugend. Er hält ihm vor, Kriminalität, soziales Elende und ökologische Katastrophen mitunter außen vor zu lassen. Auch der Umstand, dass oft nur ein geringer Teil der Bevölkerung von den Veränderungen und dem Wirtschaftswachstum profitiert, bleibt in seinen Augen unterbelichtet. Nichtsdestoweniger schätzt er das Buch, da es eine "neue, nicht negativistische Afrika-Literatur" ermutige.
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